Bereits nach der ersten Prüfung, die Sie nicht bestanden haben, müssen Sie die Ursachen analysieren. Denn spätesten ein Jahr nach dem Fehlversuch müssen Sie den nächsten Versuch wagen. Sonst ist auch dies automatisch ein Fehlversuch.
Bei vielen Prüfungen haben Sie drei Versuche. Aber bei einigen auch nur zwei, z.B. bei Abschlussarbeiten: Bei Bachelor-Arbeit und Master-Thesis haben Sie zwei Versuche!
Ich nenne hier einige Punkte, die mir im Laufe meines Lebens begegnet sind:
- Sie waren krank und deshalb nicht hinreichend leistungsfähig: Wenn möglich sollten Sie dies attestieren lassen. Sollten Sie nochmal und noch einmal durchfallen, halte ich es für möglich, dass Sie vom Prüfungsausschuss einen
weiteren Versuch bewilligt bekommen. Das ist aber definitiv keine Strategie für ein erfolgreiches Studium!
- Sie waren unvorbereitet. Dann müssen Sie prüfen, ob Sie sicherstellen können, sich vor dem nächsten Versuch gut vorbereiten zu können. Dafür müssen Sie sich Zeit nehmen. Dazu kann der erneute Besuch der Veranstaltung zählen und
die Teilnahme an einer Lerngruppe.
- Sie meinten nicht die gute Note zu schaffen, die Sie schreiben wollten. Sie haben deshalb Nichts abgegeben. Das kann legitim sein, aber Sie müssen dann selbst dafür sorgen, das nächste Mal in besserer Form zu sein (s.o.).
- Sie meinen, den Stoff "eigentlich" zu können, sind aber in der Klausur oder mündlichen Prüfung zu nervös, um die Fragen zu beantworten. Leiden Sie wirklich unter Prüfungsangst, so sollten Sie die Angebote des
Studierendenzentrums nutzen. Ich habe es schon bei mehreren Studierenden erlebt, dass sie danach viel besser mit Prüfungssituationen zu Recht kamen.
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